Viele Menschen wünschen sich heute einen Abschied im kleinen Rahmen. Ohne großen Trauerzug, ohne volle Kirche, nur die engste Familie. Das ist eine gute Entscheidung, wenn sie zum Verstorbenen passt. Was dabei oft missverstanden wird: Schlicht ist keine Sparversion. Schlicht ist eine Gestaltungsentscheidung, und sie verlangt sogar mehr Sorgfalt als das große Programm.
Je weniger im Raum steht, desto genauer muss stimmen, was dort steht.
Warum wenige Elemente stärker wirken
In einer Trauerhalle mit sechs Kränzen sieht man keinen davon. In einer Trauerhalle mit einem Sargschmuck, zwei Bodenvasen und einer Kerzenreihe sieht man jedes Stück, und man sieht die Absicht dahinter. Das ist der Grund, warum gerade die stille Beisetzung so viel Spielraum lässt.
Drei Dinge tragen einen schlichten Abschied:
- Ein starkes Hauptstück. Der Sargschmuck oder das Urnengesteck. Es steht im Mittelpunkt und darf das auch zeigen.
- Wiederholung statt Vielfalt. Dieselbe Blume, dieselbe Farbe, mehrfach gesetzt. Das beruhigt den Raum, wo eine bunte Mischung ihn unruhig macht.
- Licht. Kerzen, Windlichter, ein Stoff über dem Tisch. Das kostet fast nichts und verändert einen nüchternen Raum vollständig.
Bei den meisten Bestattungshäusern läuft die Floristik über einen Zulieferer. Bestellt wird nach Katalog, geliefert wird, was der Großhandel gerade hat. Bei uns ist es umgekehrt: Bauer Blumen ist seit 1913 ein Blumenhaus, das Bestattungen begleitet, nicht ein Bestattungshaus, das Blumen einkauft.
Deshalb fragen wir andere Dinge. Welche Farben hatte der Garten? War es ein Mensch für Wiesenblumen oder für Rosen? Welchen Raum haben wir, wie fällt dort das Licht? Aus den Antworten entsteht ein Stück, das es so kein zweites Mal gibt. Auch dann, wenn das Budget klein ist.
Was wir aus wenig machen
Ein paar Beispiele aus unserer Werkstatt, alle im Rahmen einer schlichten Beisetzung:
- Ein flacher Sargschmuck aus einer einzigen Sorte, dafür dicht gesetzt. Wirkt ruhiger und teurer als eine gemischte Auflage.
- Zweige statt Blüten. Im Winter tragen Eukalyptus, Efeu und Zweige eine Halle besser als Schnittblumen und kosten weniger.
- Handsträuße zum Mitnehmen. Jeder Gast legt am Grab einen Stiel ab. Das schafft einen Moment, an den sich alle erinnern, und ersetzt mehrere Kränze.
- Ein Stück aus dem eigenen Garten. Wenn die Familie Rosen, Hortensien oder Dahlien vorbeibringt, arbeiten wir sie ein. Das ist uns lieber als jede Importware.
Auch die stille Beisetzung darf gestaltet sein
Bei einer Beisetzung ohne Trauerfeier fällt der Raum weg, das Grab bleibt. Auch dort lässt sich etwas machen: eine abgestimmte Auflage auf der Urnenstele, eine Schale mit derselben Bepflanzung, die später das Grab trägt, oder ein kleines Gesteck, das die Familie zu Hause weiterstellt. Der Abschied hört nicht am Friedhofstor auf.
Die Räume in Bad Homburg, und was sie brauchen
Jeder Raum verlangt etwas anderes. Wir kennen sie alle, weil wir seit Jahrzehnten in ihnen aufbauen.
- Trauerhalle Waldfriedhof, Friedberger Straße. Die größte Halle der Stadt, Einsegnungshalle von 1921. Viel Höhe, deshalb braucht sie aufrechte Gestecke, flach gelegte Stücke gehen darin unter.
- Kapellen der Stadtteile in Kirdorf, Gonzenheim, Dornholzhausen, Ober-Erlenbach und Ober-Eschbach. Klein und nah, hier wirkt weniger mehr. Zwei gute Stücke tragen den Raum.
- Friedhof Untertor und Gluckensteinweg. Eigene Träger, ruhige Räume mit kirchlichem Charakter.
- Orangerie im Kurpark, Englische Kirche, Schlosskirche. Für eine Trauerfeier an einem besonderen Ort. Viel Licht und viel Fläche, das verlangt eine andere Planung als eine Friedhofskapelle.
Wir sehen uns den Raum vorher an. Das klingt selbstverständlich, ist aber der Punkt, an dem sich zeigt, ob Floristik zum Ort gehört oder nur geliefert wurde.
Und wenn niemand da ist, der entscheidet?
Manchmal gibt es keine Angehörigen, die Vorstellungen äußern können, oder sie wohnen zu weit weg. Dann entscheiden wir, und wir tun das nicht nach Schema. Sagen Sie uns drei Sätze über den Menschen, den Rest machen wir. Das ist uns lieber, als eine Standardauflage zu bestellen.
Häufige Fragen zur Gestaltung
Kann eine schlichte Beerdigung trotzdem schön sein?
Ja, und oft sogar besonders. Wenige, aber sorgfältig gewählte Elemente wirken stärker als viele beliebige. Ein starkes Hauptstück, wiederholte Farben und etwas Licht machen aus einer nüchternen Trauerhalle einen Raum, in dem man gern Abschied nimmt.
Was kostet Blumenschmuck für eine Trauerfeier in Bad Homburg?
Ein dezenter Blumenschmuck beginnt bei 180 €, eine traditionelle Dekoration liegt bei 450 €, eine besondere Gestaltung bei etwa 1.000 €. Weil wir in eigener Werkstatt binden, bekommen Sie für denselben Betrag mehr als bei Häusern, die die Floristik zukaufen.
Können wir Blumen aus dem eigenen Garten mitbringen?
Sehr gern. Rosen, Hortensien, Dahlien oder Zweige aus dem Garten der verstorbenen Person arbeiten wir in den Sargschmuck ein. Für viele Familien ist das der persönlichste Teil des ganzen Abschieds.
Gibt es Blumenschmuck auch bei einer Beisetzung ohne Trauerfeier?
Ja. Auch bei einer stillen Beisetzung gestalten wir die Urnenstele oder das Grab. Auf Wunsch stimmen wir die Auflage mit der späteren Grabbepflanzung ab, damit ein Bild daraus wird.
Wie lange vorher muss die Floristik bestellt werden?
In der Regel genügen zwei bis drei Werktage. Im Trauerfall arbeiten wir auch kurzfristiger, sprechen Sie uns einfach an unter 06172 42712.