Der Gedanke dahinter
Ein Abschied wird nicht als Formular erinnert
Wenn ein Mensch stirbt, beginnt zuerst das Organisatorische: Fristen,
Papiere, Termine, eine Grabstelle. Das muss sein und wir begleiten Sie
dabei. Aber woran sich eine Familie zehn Jahre später erinnert, ist ein
anderes: das Licht im Raum. Der Duft. Die Farbe der Blüten auf dem Sarg.
Das erste Frühjahr, in dem am Grab wieder etwas blühte.
Wir kommen nicht aus der Verwaltung. Wir kommen aus der Gärtnerei und
aus der Floristik, aus einem Handwerk, das mit Erde, Wasser, Licht und
Luft arbeitet. Deshalb denken wir Abschied von diesen vier Stoffen her.
Die vier Elemente sind bei uns drei Dinge zugleich:
die ältesten Symbole des Abschieds. Die vier realen Formen der
Bestattung, Erdbestattung, Seebestattung, Feuerbestattung,
Naturbestattung. Und die vier Bedingungen, unter denen an einem Grab
über Jahre etwas wächst oder eben nicht.
Das eine ist Poesie. Das andere ist Fachwissen. Erst zusammen ergeben
sie etwas, das trägt: eine Entscheidung, die schön ist und die hält.