Baumbestattung
Die biologisch abbaubare Urne wird an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Kein Stein, keine Bepflanzung, oft nur eine kleine Namensplakette. Der Baum selbst ist das Grabmal und er wächst weiter.
BestattungsartenWas frei wird, bleibt spürbar. Das Element für alle, die Weite brauchten, die im Wald zu Hause waren und die niemandem einen schweren Stein hinterlassen wollten.
Luft ist das Element, das man nicht zeigen kann. Kein Bild, keine Fläche, kein Stein. Und trotzdem ist es das, was Angehörige nach Jahren am genauesten erinnern: wie es an dem Tag gerochen hat. Wie der Wind durch die Bäume ging, während draußen alle standen.
Es ist auch das Element des Atems und damit das direkteste Bild für das, was am Ende passiert. Nichts Dramatisches, kein Kampf. Der Atem hört auf. Für viele Familien ist das die ehrlichste Beschreibung dessen, was sie erlebt haben.
Naturbestattungen haben in den letzten Jahren stark zugenommenBaumbestattung, Waldfriedhof, naturnahe Grabfelder. Der häufigste Grund, den wir hören, hat wenig mit Romantik zu tun: „Ich möchte den Kindern keine Pflegepflicht hinterlassen.“ Das ist ein legitimer Wunsch. Er hat nur eine Folge, über die vorher zu wenig gesprochen wird: Es bleibt nichts zu tun.
Genau da setzen wir an. Auch ein Abschied im Zeichen der Luft darf gestaltet sein, nur eben nicht mit Bepflanzung, sondern mit Duft, mit Material in Bewegung und mit einem Platz zu Hause, an dem etwas steht.
Bei allen Naturbestattungen gilt: Die Regeln macht der jeweilige Bestattungswald oder die Friedhofssatzung und sie sind sehr unterschiedlich. Was an Schmuck erlaubt ist, klären wir vorher ab, damit nichts wieder abgeräumt wird.
Die biologisch abbaubare Urne wird an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Kein Stein, keine Bepflanzung, oft nur eine kleine Namensplakette. Der Baum selbst ist das Grabmal und er wächst weiter.
BestattungsartenZwischen Friedhof und Wald: naturnahe Grabfelder mit Baumbestand und gelockerten Gestaltungsregeln. In Bad Homburg ist der Waldfriedhof für viele Familien der Kompromiss, Natur, aber mit vertrautem Ort und kurzen Wegen.
Waldfriedhof Bad HomburgGrabfelder in Wiesenoptik, extensiv gepflegt, häufig mit gemeinschaftlicher Namensstele. Wenig Aufwand, viel Ruhe und ein Bild, das sich mit der Jahreszeit von selbst verändert.
Friedhöfe der RegionLuft-Floristik erkennt man am Zwischenraum. Nichts ist dicht gesteckt, nichts geschlossen. Gräser stehen über der Blüte, Zweige dürfen aus der Form ragen. Es soll aussehen, als hätte jemand einen Arm voll Wiese mitgebracht.
Gräser und Trockenmaterial, Bewegung statt Fülle
Das klingt gegen unser eigenes Geschäft, eine Baumbestattung bringt uns keine Grabpflege ein. Trotzdem raten wir dazu, wenn es passt. Was nicht passt, hält ohnehin nicht.
Wir sehen jede Woche Gräber, die niemand mehr schafft: Kinder wohnen weit weg, die Kraft lässt nach. Wenn absehbar ist, dass niemand regelmäßig kommen kann, ist eine Naturbestattung die ehrlichere Entscheidung.
Der Preis der Pflegefreiheit ist, dass es keinen Handgriff mehr gibt. Vielen fehlt das nach einem halben Jahr sehr. Dann schaffen wir einen Ersatz: eine Pflanzung im eigenen Garten, ein Gefäß auf der Terrasse, ein Strauß, der zum Todestag jedes Jahr wiederkommt.
In Bestattungswäldern wird Schmuck, der nicht der Satzung entspricht, entfernt, für Angehörige eine bittere Erfahrung. Wir fragen vorher nach und binden nur, was dort bleiben darf.
Nach einer Baumbestattung oder einer anonymen Beisetzung ist der Beisetzungsort oft weit weg oder nicht genau bekannt. Ein eigener kleiner Gedenkplatz ersetzt das Grab nicht, aber er gibt der Trauer etwas zu tun.
Element Luft„Man kann keinen Wind aufbewahren.
Aber man kann sich einen Platz suchen, an dem man ihn merkt.“
Wir sagen Ihnen ehrlich, was in einem Bestattungswald erlaubt ist, was nicht und wie Sie sich trotzdem einen Platz schaffen, an den Sie gehen können.
06172 42712