Element I · Vier Elemente

Erde

Was bleibt, wird gepflegt. Das Element für alle, die einen Ort brauchen, einen, an den man zurückkommen kann, im Frühjahr genauso wie im Januar.

Das Element

Der einzige Abschied, der weiterwächst

Erde ist das Element des Bleibens. Sie ist schwer, sie ist langsam, sie hält fest. Alle anderen Elemente bewegen sich, Wasser fließt, Feuer verwandelt, Luft trägt fort. Die Erde tut das Gegenteil: Sie nimmt auf und gibt einen Platz.

Genau das brauchen viele Familien. Nicht, weil sie nicht loslassen könnten, sondern weil Trauer eine Adresse braucht. Einen Weg, den man geht. Eine Bank, auf der man sitzt. Etwas, das man tun kann, wenn man nicht weiß, wohin mit sich: Unkraut ziehen, gießen, im Herbst die Blätter wegnehmen.

Ein Erdgrab ist die einzige Grabform, die sich verändert. Im März steht dort etwas anderes als im August. Wer regelmäßig kommt, sieht diesen Wechsel und das ist der eigentliche Trost dieses Elements: Es geht weiter, sichtbar, jedes Jahr.

Für uns als Friedhofsgärtner ist Erde außerdem völlig unromantisch: Sie ist unser Werkstoff. Lehm oder Sand, verdichtet oder locker, ausgelaugt oder nährstoffreich. Ob eine Grabbepflanzung nach drei Jahren noch schön aussieht, entscheidet sich nicht am Pflanzplan, es entscheidet sich in den obersten dreißig Zentimetern.

Bestattungsformen im Zeichen der Erde

Ein Platz, der Ihnen gehört

Die Erdbestattung ist die älteste Bestattungsform in unserer Region und die einzige, bei der die Grabstelle über Jahrzehnte gestaltet und bepflanzt wird. Welche Form die richtige ist, hängt weniger vom Preis ab als von der Frage: Wer wird sich später darum kümmern?

Erdbestattung

Wahlgrab

Die Grabstelle wird frei gewählt und kann verlängert werden, meist für zwei oder mehr Personen. Es ist die Grabform mit dem größten Gestaltungsspielraum: eigener Stein, eigene Bepflanzung, eigene Handschrift über Jahrzehnte.

Bestattungsarten
Erdbestattung

Reihengrab

Die Stelle wird der Reihe nach vergeben und läuft nach der Ruhezeit aus. Auch hier ist eine gepflegte, schöne Bepflanzung möglich, wir planen sie dann bewusst auf die Laufzeit hin, ohne teure Dauerlösungen.

Friedhöfe der Region
Erdbestattung

Rasen- und Gemeinschaftsgrab

Für alle, die niemandem eine Pflegepflicht hinterlassen möchten. Der Ort bleibt, die Arbeit nicht. Auf Wunsch übernehmen wir zusätzlich den floralen Schmuck zu Gedenktagen, dann ist trotzdem jemand da.

Dauergrabpflege
Die florale Sprache

Waldboden, nicht Blumenladen

Erde-Floristik sieht aus, als wäre sie gewachsen und nicht gesteckt. Wir arbeiten mit heimischem Grün, mit Moos, Rinde und Wurzelwerk und mit Farben, die man im Wald findet, nicht im Farbfächer.

Handgebundener Trauerkranz mit heimischem Grün von Bauer Blumen

Handgebunden in unserer Werkstatt in Bad Homburg-Gonzenheim

Efeu Immergrün, treu, wächst über alles hinweg, das klassische Zeichen für Verbundenheit über den Tod hinaus.
Moos Der weichste Untergrund, den es gibt. Nimmt jedem Kranz das Steife und macht ihn zu einem Stück Boden.
Rinde & Wurzelholz Struktur statt Glanz. Gibt einer Sargauflage Halt und Ernst, ohne dass sie schwer wirkt.
Rose in Bordeaux Dunkel, warm, ohne Süße. Die Farbe, die Erde-Gestecken ihre Tiefe gibt.
Christrose Blüht, wenn nichts mehr blüht. Unsere wichtigste Winterpflanze, auf dem Grab wie im Gesteck.
Farn & Bergenie Robustes Blattwerk für schattige Lagen. Sieht auch dann noch gut aus, wenn wochenlang niemand da war.
Waldgrün Bordeaux Rost Rinde Cremeweiß
Aus Sicht der Friedhofsgärtner

Erde ist das Element, bei dem sich zeigt, wer wiederkommt

Eine Sargauflage wird einmal gesehen. Eine Grabbepflanzung wird zwanzig Jahre gesehen. Deshalb reden wir bei diesem Element mehr über Boden und Standort als über Blüten.

01

Wir tauschen die Erde, bevor wir pflanzen

Der häufigste Grund für eine misslungene Grabbepflanzung ist nicht die falsche Pflanze, sondern erschöpfter, verdichteter Boden. Wir lockern, tauschen die oberste Schicht und arbeiten organisch nach, erst dann wird gepflanzt.

02

Wir pflanzen, was hier wächst

Der Taunusrand hat kühle Nächte, trockene Hochsommer und Friedhöfe mit altem Baumbestand. Wir wählen Arten, die damit zurechtkommen, auch wenn eine andere Pflanze auf dem Foto schöner aussähe.

03

Wir kommen vier Mal im Jahr

Frühjahrsbepflanzung, Sommerbepflanzung, Herbstschmuck, Winterdecke. Dazu Gießen, Schneiden, Nachpflanzen. In der Dauergrabpflege ist das vertraglich geregelt und Sie müssen nie daran denken.

Durch das Jahr

Vier Mal ein anderes Grab

So sieht eine gepflegte Grabanlage im Lauf eines Jahres aus. Nichts davon ist Zufall, jeder Wechsel ist Monate vorher geplant.

Grabbepflanzung im Frühjahr
Frühjahr

Stiefmütterchen, Primeln, Vergissmeinnicht und Zwiebelblüher, die schon im Herbst gesetzt wurden.

Grabbepflanzung im Sommer
Sommer

Hitzeverträgliche Bepflanzung mit Fuchsie, Begonie und Silberlaub, dazu regelmäßiges Gießen.

Grabbepflanzung im Herbst
Herbst

Erika, Chrysantheme, Ziergräser. Die Zeit, in der die Erdfarben am schönsten sind.

Grabbepflanzung im Winter
Winter

Reisigdecke aus Tanne, Zapfen und Christrose. Schutz für die Pflanzen und ein Zeichen für die Lebenden.

„Ein Erdgrab sieht jedes Jahr anders aus.
Das ist keine Unruhe. Das ist Leben.“

Element Erde
Vier Elemente

Die anderen Elemente

Beratung

Wir schauen uns die Grabstelle gemeinsam an

Bringen Sie ein Foto mit oder nennen Sie uns Friedhof und Grabnummer, meist kennen wir den Platz schon. Danach sagen wir Ihnen ehrlich, was dort funktioniert und was nicht.

06172 42712